Vom letzten Gin Tonic zum eigenen Produkt
Ende der 90er, Anfang der 2000er Jahre – Ausgang bis spät in die Nacht. Wenn andere längst auf Bier oder irgendetwas Beliebiges umstiegen, stand für mich fest: Der Abend endet mit einem Gin Tonic.
Damals war die Auswahl überschaubar. Meistens Gordon's oder Bombay’s. Mehr gab es kaum. Wir tranken sie, diskutierten darüber und stellten uns immer dieselbe Frage:
Es muss doch noch besseren Gin geben.
Gin war kein Hype. Kein Lifestyle-Accessoire. Er war klar, ehrlich, klassisch. Wacholder. Zitrus. Charakter. Und genau das hat mich geprägt.
Eine lange Pause – und dann der Wendepunkt
Wie so oft im Leben verschieben sich Prioritäten. Eine Zeit lang rückte Gin in den Hintergrund. Arbeit, Alltag, Weiterbildungen, Verpflichtungen – das Leben eben. Doch gute Dinge verschwinden nie ganz. Sie warten.
Im Jahr 2024 kam der Wendepunkt. Ich besuchte ein Gin-Seminar bei Urs Riedo in Schöftland. Was als Weiterbildung begann, wurde zur Initialzündung. Dort wurde nicht nur probiert – dort wurde verstanden!
Der Beginn meines eigenen Weges
Aus Neugier wurde Leidenschaft. Aus Leidenschaft wurde Entschlossenheit. Ich wollte keinen Trend-Gin machen. Keinen überladenen Aromencocktail. Kein Marketingprodukt. Ich wollte einen klassischen, ehrlichen London Dry Gin.
Einen Gin mit Rückgrat. Mit Tiefe. Mit Charakter.
Das Ergebnis: Lenzia London Dry Gin
Ein Gin, geboren aus über 25 Jahren Erfahrung als Geniesser. Aus langen Nächten. Aus Diskussionen über besseren Gin. Und aus dem festen Willen, es selbst zu machen – richtig zu machen. Gin ist für mich kein Modegetränk. Er ist Tradition. Handwerk. Haltung.
Und manchmal – ganz ehrlich – ist es noch immer der letzte Drink des Abends.